Nach der Parodontitis: Endlich wieder richtig essen

Vor einem dreiviertel Jahr erfuhr Herr Schulz, dass er Parodontitis im fortgeschrittenen Stadium hat. Obwohl gesund und kariesfrei, waren im Oberkiefer schon fast alle Zähne locker. Auch einzelne Zähne im Unterkiefer waren betroffen. Blutendes Zahnfleisch und freiliegende Zahnwurzeln verursachten Schmerzen und Schwierigkeiten beim Essen und Trinken.

Rudolf von Eckartsberg erklärte Herrn Schulz, dass er genauso gefährdet wie ist ein Raucher. Denn die Krankheitserreger verursachen koronare Herzerkrankungen. Und er riet ihm alle Zähne zu ziehen, damit die Entzündung aus dem Körper kommt. 

Nun, gut neun Monate später, haben wir mit Herrn Schulz gesprochen, wie es ihm seit damals ergangen ist.

Herr Schulz, als Sie hörten, dass alle Zähne des Oberkiefers raus müssen, wie ging in Ihnen?

Ich war überrascht. Ich wusste ja, dass einige Zähne im Oberkiefer locker sind. Aber ich dachte, dass wenigstens die festen Zähne drin bleiben können. Herr von Eckartsberg hat mir dann erklärt, dass es eine Frage der Zeit ist, bis die festen Zähne auch locker werden. Und letztendlich waren es dann auch nur noch drei Zähne, die richtig fest waren.

Darauf wollte ich als nächstes zu sprechen kommen. Das Ziehen der Zähne war doch sicher ein schwieriger Schritt.

Das hatte ich auch gedacht. Aber ich war überrascht, dass das Ziehen der Zähne völlig schmerzfrei war. Ich bekam natürlich eine Betäubung. Es dauerte auch nur 20 Minuten. Aber auch danach hatte ich keine Schmerzen.

Herr von Eckartsberg zog Ihnen die Zähne. Und dann?

Wurde mir das Provisorium eingesetzt, mein Übergangsgebiss sozusagen. Etwa drei Wochen vorher hatte die Praxis einen Abdruck gemacht und danach wurde das Provisorium angefertigt.

Sie verließen also die Praxis mit Zähnen.

Ja. Aber dann gingen die Schmerzen los. Das Provisorium hat gedrückt und gerieben. Die Platte lag ja auf der offenen Wunde. Zubeißen konnte ich gar nicht. Alles tat weh.

Oje, das war ja kein gelungener Start.

Nein. Ich war wirklich deprimiert und dachte, wie soll das nur weitergehen. Das ist ja schlimmer als vorher. Aber dann bin ich wieder in die Praxis und das Gebiss wurde abgeschliffen und an anderen Stellen unterfüttert. Danach war es viel besser. Immer wenn ich wieder etwas gemerkt habe, bin ich in die Zahnpraxis gegangen. Nach etwa drei Monaten konnte ich komplett schmerzfrei essen. Alles, worauf ich Lust hatte.

Wirklich? Sie können alles essen?

Ja, ich kann endlich wieder richtiges Brot essen, auch harte Sachen. Ich kann sogar einen Knochen abknabbern. Nur den Mund kann ich nicht mehr soweit aufmachen wie vorher. Zum Beispiel wenn ich einen Apfel esse. Da habe ich Angst, dass das Gebiss rausfällt. Und die falschen Schneidezähne sind nicht so scharf wie die echten. Aber vielleicht kann man die schärfer machen. Da muss ich Herrn von Eckartsberg das nächste Mal fragen.

Sie sind weiter in Behandlung. Haben Sie immer noch Probleme mit dem Gebiss?

Nein, nein. Im Oktober habe ich mein endgültiges Gebiss bekommen. Das Provisorium ist jetzt als Ersatz da. Oben ist jetzt alles in Ordnung. Aber auch am Unterkiefer hatte ich einen lockeren Zahn durch die Parodontose. Der wurde gezogen und das Fundament* für ein Implantat gesetzt. Das bekomme ich Anfang Januar.

Und dann ist alles gut?

Ja, dann ist erst einmal Ruhe. Ich hatte im Vorfeld mit Bekannten gesprochen und viel Schlimmes gehört: Dass das Gebiss nicht richtig passt und vor allem dass es ein teurer Spaß wird.

Sie hatten gedacht, alles würde viel teurer werden?

Ja, die ganze Behandlung und auch jetzt das Implantat setzen sind viel günstiger als ich mir vorgestellt habe. Meine Zusatzversicherung und meine Krankenkasse haben das meiste übernommen.

Anfangs haben wir keinen Urlaub geplant, weil wir nicht wussten, was kostenmäßig auf uns zukommt. Aber nun waren wir doch eine Woche in Marokko.

Nun ist bald Weihnachten. Das können Sie wieder genießen.

Ja. Ich war ja so empfindlich durch die frei liegenden Zahnhälse: Süßes, Saures, heiß, kalt – ich hatte ja ständig Schmerzen wie Strom. Jetzt kann ich wieder Weihnachtsplätzchen essen und Glühwein trinken.

Das heißt, Sie haben Ihre Entscheidung die Parodontitis behandeln zu lassen, nicht bereut?

Nein. Gar nicht. Im Gegenteil. Keiner sieht, dass ich falsche Zähne habe. Es gibt keinen sichtbaren Unterschied zwischen dem Gebiss und den richtigen Zähnen unten. Ich kann wieder alles essen. Und – das ist mir sehr wichtig – ich fühle mich bei Herrn von Eckartsberg gut aufgehoben.

Vielen Dank Herr Schulz und alles Gute!


* Fälschlicherweise geht der Laie davon aus, dass das Implantat der Zahn ist, der auf die Schraube gesteckt wird. Aber es ist genau andersherum. Das Implantat wird im Kiefer verankert, ist also das Fundament. Darauf wird die Korne gesteckt. (Anmerkung R. v. Eckartsberg)

Fotonachweis: Gebiss via Fotolia

Praxisschreiber

Hier schreiben Jessica und Aline über die Zahnarztpraxis Rudolf von Eckartsberg

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